Freizeit.

„Eine grüne Insel mitten in der Stadt“

Alter Friedhof – perfekter Ort zum Durchatmen

 

Wer an der Johannesstraße vorbei geht oder fährt, sieht meist nur aus dem Augenwinkel die kleine Kapelle (Nepomuk-Kapelle) auf einer leichten Anhöhe, weiß aber vielleicht nicht, dass sie einmal der Mittelpunkt des ehemaligen Siegburger Friedhofs war. Der lag hier frei vor der Stadt und scheint heute fast vergessen. Der Friedhof wurde durch den katholischen  Pfarrer Zopus am 5.8.1807 eingesegnet. Ab dem Zeitpunkt waren Bestattungen auf dem Kirchhof rund um die St. Servatiuskirche - wie seit Jahrhunderten üblich - verboten.

Maria Geimer erzählt dazu in Heft 65 der „Heimatblätter des Siegkreises“ vom Juli 1952 diese Anekdote: „Vor der Einsegnung beanstandet Pfarrer Zopus, daß der Friedhof noch nicht verschlossen, nur von einem einfachen Abzeichnungsgraben umgeben sei und das Vieh ungehindert hinein kann.“


Mit der Gründung einer evangelischen Gemeinde 1829 diente der Friedhof dann auch als Ruhestätte für deren Verstorbenen. „Die Anlage wurde 1908 durch den Nordfriedhof abgelöst und ist heute mit der Kapelle, den verbliebenen Grabsteinen und seinem alten Baumbestand eine Parkanlage, die in ihrem wesentlichen Charakter noch ablesbar ist“ sagt Stadtarchivarin Andrea Korte-Böger.

Unser Tipp: Einmal anhalten, hingehen und eine kurze Auszeit nehmen. Kaum zu glauben, dass sich dort 1973 noch 520 Grabstellen befanden. 1990 endete die Laufzeit der letzten Gräber, im gleichen Jahr wurde die gesamte Anlage unter Denkmalschutz gestellt. Heute sind nur noch wenige Grabstellen vorhanden. Unter anderem das erste Grab (links neben der Kapelle), in dem ein mit nur vier Jahren verstorbenes Mädchen (Katharina Reuter) bestattet wurde. Auf dem Grabstein ist die Inschrift „als die erste auf diesem Gottesacker“ zu lesen.

 

Sehenswert sind zwei weitere denkmalgeschützte Einzelgräber. Das neogotische Grabmal der Familie Heinrich Kuttenkeuler und das der Familie Rolffs. „Sie liegen sich auf dem Friedhof gegenüber und bilden ein Ensemble der damaligen Friedhofskultur und Grabmalkunst. Beide Familien gehörten zu den führenden Familien der Stadt Siegburg im 19. /Anfang 20. Jahrhundert. Ihre Mitglieder hatten wichtige Funktionen in den Vereinen beziehungsweise politischen Gremien der Stadt und repräsentierten somit auch einen Teil der Siegburger Stadtgeschichte“, erklärt die Stadtarchivarin.

 

Die Grundsteinlegung der Nepomuk-Kapelle erfolgte laut Andrea Korte-Böger am 22. Juni 1722 auf dem geschichtsträchtigen Grund einer der Abtei auf dem Michaelsberg gehörenden Probstei, genannt „die Krucht“, die erstmals 1320 erwähnt und der Schutzherrschaft Johannes von Nepomuk unterstellt wurde. Zwischen 1807 und 1909 diente sie als Friedhofskapelle. Der barocke Saalbau mit Tonnengewölbe, halbrunder Apsis und seinem sechseckigen Glockentürmchen gehört zu einer Reihe von kleineren Sakralbauten im Siegburger Stadtgebiet, zu denen noch das Heiligenhäuschen mit Madonnenstatue in der unteren Mühlenstraße und die Kapelle „Maria vom Frieden“ in der Ringstraße /Ecke Bachstraße gehören.

 

Auch über das Friedhofskreuz in der Wegachse des Eingangs, in der Friedhofsmitte, haben wir uns bei der Archivarin schlau gemacht. Das außergewöhnliche Hochkreuz aus Sandstein mit plastischem Korpus ist aus einem einzigen Rohling – einem Stück von circa 200 Zentnern auf 1/3 reduziert - hergestellt worden. Auf der Rückseite steht die Inschrift: „nach Nikolaus von Leyen ausgeführt von Th. Kaffenberger, Baden Baden 1891“. Dieses Kreuz ist eine Kopie des Originales, das in Baden-Baden steht und von dem berühmten niederländischen Steinmetz Niclaus Gerhaert von Leyden im 15. Jahrhundert errichtet wurde.

 

So, das war fast eine Lehrstunde in Siegburger Geschichte. Aber nur zu schreiben, da gibt´s einen kleinen, feinen Park, war uns dann doch zu wenig.

 

 

 

 

STADTBIBLIOTHEK

 

Ob Bilderbuchkino, Kindertheater oder einfach schmökern

 

 

Die Kinderbibliothek lädt mit ihren Abenteuer- und Kuschelecken, zum Spielen und Vorlesen ein. Das große Medienangebot beinhaltet für kleine Leute Bilderbücher und Vorlesebücher, Kinderbücher – mal spannend, mal lustig, manchmal traurig, aber immer unterhaltsam. Außerdem gibt es für Kinder eine Vielzahl an Sachbüchern, die Wissensgebiete anschaulich und eingängig erläutern, sowie für ältere Schüler, die Themen einfach und verständlich zusammenfassen müssen. Natürlich gibt es auch eine große Auswahl an Hörspielen und DVDs. Eigentlich ideal, um nicht nur einen verregneten Sonntagnachmittag spannend zu gestalten.

 

 

Griesgasse 11

53721 Siegburg

 

Kinderveranstaltungen www.stadtbibliothek-siegburg.de

 

 

 

 

SPIELPLATZ MICHAELSBERG – Bergstraße 24

 

Mach mal Pause.

Mit Kindern unterwegs in Siegburg

 

Einer der schönsten Spielplätze in Siegburg – mitten in der Stadt, am Fuße des Michaelsberg.
Für Kinder von 0-12 Jahren.

 

Spielgeräte:
Balancier-Element, Hangelgerät, Klettergerät, Kletterwand, Rutsche „für Kleine“,
25 Meter Riesenrutsche „für Große“, Sandfläche, Schaukel


Ausstattungen:
Schatten, Sitzbänke

 

„Gut zum Ausklang oder Zwischenstopp beim Einkaufsbummel in der nahen Einkaufszone.“

 

 

 

FRIENDLY CITYHOTEL OKTOPUS

 

Mitten in Siegburg

Der perfekte Ort zum Erholen und Erleben

 

 

Anreise, Übernachtung, Frühstück, Abreise. So stellen sich viele den Ablauf in einem Hotel vor. Das Friendly Cityhotel Oktopus treibt dazwischen allerdings einigen Aufwand, um seinen Gästen den Aufenthalt so angenehm und erlebnisreich wie möglich zu gestalten. Alles im Komplettpaket oder nach individuellem Wunsch. Für den Sportler und Wanderer ebenso wie für den Tagungsteilnehmer, den Kunst-Interessierten oder den, der einfach nur eine Auszeit vom Alltag nehmen möchte. Daher können wir selbst den Siegburgern einen Kurzurlaub, etwa an einem Wochenende, in der vertrauten Umgebung und doch mit dem Gefühl, einmal „raus zukommen“, im Friendly Cityhotel empfehlen. Das spart außerdem eine lange Anfahrt und Zeit.


Das ganze Jahr über stehen auf die jeweilige Saison angepasste Arrangements zur Auswahl, bei denen man sich einmal so richtig verwöhnen lassen kann. Die kostenfreie Nutzung der Oktopus Wassererlebniswelten, Sauna, Biosauna & Fitnessraum ist natürlich inklusive. Zusätzlich werden unter anderem qualifizierte Bewegungs- und Entspannungsprogramme im Friendly Cityhotel Oktopus, attraktive Präventionsangebote zur Stärkung der Wirbelsäule, Aquafitness, Rückenfit und Progressive Muskelentspannung geboten. Oder Aquaback-Kurse, motivierendes Zirkeltraining mit Geräten und Zwischenübungen der besonderen Art im angrenzenden Frei- und Hallenbad. Eine echte Attraktion ist der Tauchturm gleich nebenan. Ein 20 Meter tiefes Becken, 18 beziehungsweise 10 Meter im Durchmesser, gefüllt mit 3 Millionen Litern Wasser. Ideal für Taucher und Apnoeisten. Die Anlage ist übrigens die größte ihrer Art in Europa.


Unser Tipp: Beim speziellen Arrangement „Stay & Dive professional“ mit Übernachtung – selbstverständlich  im Taucher-Doppelzimmer – kann man die ganze Faszination des Tauchens erleben. An der Hotelbar, in der Lobby, im Strandkorb
auf der Sonnenterrasse oder im Restaurant ist Genießen angesagt. Bei Kaffeespezialitäten oder einem klassisch
englischen „Afternoon Tea“ am Nachmittag, einem raffinierten Cocktail oder kühlen Bier am Abend.
Und dann sollte man sich einmal einen „Flambi-Spieß“ gönnen.

Frisch zubereitet aus Fisch, Fleisch oder auch vegetarisch und am Tisch flambiert. Da wird ein besonderes Flair gleich mit serviert.


Am nächsten Wochenende schon was vor? Wie wär´s denn mit einem Kurzurlaub?

 

 

 

Zeithstraße 110

53721 Siegburg

 

 

Erholung www.friendly-cityhotel-siegburg.de

 

 

MARKTPLATZ, INNENSTADT

 

Partyzone, Freilichtbühne und „grüne“ Meile

Der Siegburger Markt – Hier ist fast alles wie früher

 

 

Seit der Verleihung des Markt-, Münz- und Zollrechts durch Kaiser Heinrich IV an die Äbte am 8. Oktober 1069 hat der Markt nichts von seiner Attraktivität verloren. Schon immer war der Platz Treffpunkt zum Handeln und Feiern, Ort des Nachrichtenaustausches und der Geselligkeit.
Damals gab es den Jahrmarkt mit einer großen Kirmes am Fronleichnamstag, im 15. Jahrhundert kam ein zweiter Markt am Tag des Evangelisten Matthäus hinzu, knapp 100 Jahre später der Markt am Appolinaristag und zu Beginn des 17. Jahrhunderts noch der Nikolaus-Markt.

Heute feiern die Menschen an gleicher Stelle unter anderem das Stadtfest, treffen sich zu Konzerten, es findet alljährlich ein Antiquitäten- und Keramikmarkt sowie Martinsmarkt statt. Was das eigentliche Marktgeschäft betrifft, hat sich vieles im Laufe der Jahrhunderte verändert, vieles wird aber noch genauso gehandhabt wie anno dazumal.


Im Mittelalter war „jeden Godestag“ – so der Name für den Donnerstag – Markttag, heute die ganze Woche über. Während im Mittelalter neben Lebensmitteln und Speisen beispielsweise auch Tuch, Leder-,  Eisen- sowie Töpferwaren verkauft werden durften, ist der heutige Markt ein sogenannter „grüner“. Das bedeutet, es darf nur mit Obst, Gemüse und Blumen sowie Frischeprodukten, Käse, Eiern, Wurst- und Fleischwaren gehandelt werden.